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Metz-Box

Allgemeine Geschäftsbedingungen

§ 1 Geltungsbereich und Anbieter

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) regeln das Vertragsverhältnis zwischen der Metz-Box (nachfolgend „Anbieter“) und dem Kunden (nachfolgend „Kunde“) für die Nutzung von Post-, Adress- und Coworking-Dienstleistungen am Standort Industriestraße 8, 68542 Heddesheim.

(2) Das Angebot richtet sich sowohl an Verbraucher (z.B. Freelancer für Privatadresse) als auch an Unternehmer (z.B. Start-ups für Geschäftsadresse).

§ 2 Vertragsgegenstand und Leistungsumfang

(1) Der Anbieter stellt dem Kunden je nach gebuchtem Paket eine Privat- oder Geschäftsadresse sowie Postdienstleistungen (digitaler Scan, Weiterleitung oder Abholung) und optionale Coworking-Arbeitsplätze zur Verfügung.

(2) Paket „Privatadresse“: Beinhaltet eine Postadresse in Heddesheim mit dem Namen des Kunden und Zugang zu einem persönlichen Briefkasten mit Code. Die Adresse ist impressums- und rechnungsgeeignet, stellt jedoch ausdrücklich keine Meldeadresse im Sinne des Meldegesetzes dar.

(3) Paket „Geschäftsadresse“: Beinhaltet einen Firmensitz inklusive Firmenschild am Briefkasten sowie einen (1) inkludierten, nicht übertragbaren Coworking-Tag pro Monat.

(4) Coworking-Tagespass: Ermöglicht die Nutzung eines Einzelarbeitsplatzes inkl. Infrastruktur (Monitor, Parkplatz, Getränke, Küche, Drucker) während der Öffnungszeiten (Mo–Fr, 08:0017:00 Uhr).

§ 3 Identitätsprüfung (KYC-Verfahren)

(1) Der Vertrag wird online geschlossen, steht jedoch unter der aufschiebenden Bedingung einer erfolgreichen Identitätsprüfung.

(2) Der Kunde ist gesetzlich verpflichtet, direkt nach der Buchung per Smartphone-Identverfahren (Scan des Ausweises und Selfie) seine Identität nachzuweisen.

(3) Die Freischaltung der Adresse erfolgt in der Regel innerhalb von 2–3 Werktagen nach erfolgreicher Prüfung.

§ 4 Postbearbeitung, Weiterleitung und Abholung

(1) Der Anbieter nimmt Briefpost für den Kunden entgegen.

(2) Postscan Standard: Briefe werden standardmäßig freitags/samstags als PDF ins Kundenportal eingestellt.

(3) Premium-Post (Zusatzoption): Der Postscan erfolgt 5× wöchentlich (Mo–Fr). Die Originale werden 1× wöchentlich gesammelt per Post weitergeleitet.

(4) Pakete: Eingehende Pakete werden unverzüglich an die vom Kunden hinterlegte Wunschadresse weitergeleitet. Hierfür fällt eine Bearbeitungsgebühr von 5,00 € netto pro Paket zzgl. der anfallenden Portokosten an.

(5) Selbstabholung: Die Abholung von Post aus dem Verteilerkasten mittels des persönlichen Codes ist ausschließlich montags bis freitags von 08:00 bis 17:00 Uhr möglich.

§ 5 Preise, Zahlungsbedingungen und Zahlungsverzug

(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Buchung auf der Website ausgewiesenen Preise. Alle Preise verstehen sich als Nettopreise zzgl. der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer (aktuell 19 %).

(2) Bei Postweiterleitungen werden die tatsächlich anfallenden Portokosten zusätzlich in Rechnung gestellt.

(3) Die Abrechnung erfolgt wahlweise monatlich, vierteljährlich (unter Gewährung von 10 % Rabatt) oder jährlich (unter Gewährung von 20 % Rabatt) im Voraus.

(4) Die Zahlung erfolgt digital über den Zahlungsdienstleister Stripe.

(5) Es wird keine Einrichtungsgebühr erhoben.

§ 6 Besondere Bedingungen für den Post- und Scan-Service

(1) Vollmacht zur Postöffnung: Der Kunde erteilt dem Anbieter mit Abschluss des Vertrages die ausdrückliche Vollmacht, eingehende Postsendungen (Briefe) zum Zwecke des Einscannens zu öffnen. Sendungen, die erkennbar der privaten Intimsphäre unterliegen oder die der Anbieter nicht öffnen darf (z.B. behördlich versiegelte Dokumente), sind von dieser Vollmacht ausgenommen, sofern der Kunde dies vorab schriftlich mitteilt.

(2) Haftungsausschluss für Fristversäumnisse: Der Anbieter übernimmt keine Haftung für Schäden, die dem Kunden durch die verspätete Kenntnisnahme von digitalisierter oder weitergeleiteter Post entstehen (z.B. versäumte Einspruchsfristen von Behörden oder Gerichten). Der Kunde ist selbst dafür verantwortlich, sein digitales Kundenportal regelmäßig (mindestens werktäglich) auf neue Posteingänge zu überprüfen.

(3) Übermittlungsfehler und Lesbarkeit: Der Anbieter haftet nicht für die fehlerhafte oder unvollständige digitale Übermittlung von Dokumenten, es sei denn, dem Anbieter fällt Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last. Geringfügige Qualitätsmängel beim Scan (z.B. durch schlechte Papierqualität des Originals oder blasse Tinte), welche die Lesbarkeit nicht gänzlich aufheben, begründen keine Haftungsansprüche.

(4) Verlust auf dem Postweg: Für den Verlust oder die Beschädigung von Originaldokumenten oder Paketen auf dem Postweg (durch Drittanbieter wie Deutsche Post, DHL etc.) während der Weiterleitung haftet der Anbieter nicht. Die Haftung geht mit der Übergabe der Sendung an den Transportdienstleister auf diesen bzw. auf den Kunden über.

(5) Ausschluss bestimmter Postgüter: Der Anbieter ist berechtigt, die Annahme von Postsendungen und Paketen zu verweigern, wenn diese gefährliche Güter, verderbliche Waren, illegale Substanzen oder Sendungen von außergewöhnlichem Wert (z.B. Bargeld, Edelmetalle, Schmuck) enthalten. Entstehen dem Anbieter durch die Annahme solcher unzulässigen Sendungen Schäden oder Kosten, haftet der Kunde hierfür in vollem Umfang.

§ 7 Allgemeine Haftungsbeschränkung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung des Anbieters oder seiner Erfüllungsgehilfen beruhen.

(2) Für sonstige Schäden haftet der Anbieter nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.

(3) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf (sogenannte Kardinalpflicht), ist die Haftung des Anbieters auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.

(4) In allen anderen Fällen der leichten Fahrlässigkeit ist die Haftung des Anbieters ausgeschlossen.

(5) Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.

§ 8 Vertragslaufzeit und Kündigung

(1) Die Verträge werden ohne Mindestlaufzeit geschlossen und verlängern sich automatisch um den gewählten Abrechnungszeitraum (Monat, Quartal, Jahr).

(2) Eine Kündigung ist jederzeit zum Ende des jeweiligen Abrechnungszeitraums direkt im Kundenportal möglich.

§ 9 Haftungsausschluss

(1) Der Anbieter haftet für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit nach den gesetzlichen Bestimmungen.

(2) Für sonstige Schäden haftet der Anbieter nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Die Haftung für Verzögerungen bei der Postzustellung oder Fehler des Postdienstleisters ist ausgeschlossen, sofern den Anbieter kein Verschulden trifft.

Stand: September 2026